Gesundheit Nordkivu

WHO-Chef ruft zu Waffenruhe im Kongo auf

Ebola-Ausbruch in Ituri: WHO-Chef Tedros appelliert an Konfliktparteien, eine Feuerpause für die Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

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Ebola-Ausbruch in Ituri: WHO-Chef Tedros appelliert an Konfliktparteien, eine Feuerpause für die Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Die Demokratische Republik Kongo erlebt einen erneuten Ebola-Ausbruch, der besonders die Provinz Ituri hart trifft. Mehr als 90 Prozent aller Fälle wurden dort gemeldet, einige wenige auch in den Nachbarprovinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, der die Region aus früheren Einsätzen kennt, wandte sich in einem persönlichen Brief direkt an die Bevölkerung. Er erinnerte an den komplexen Ausbruch von 2018 bis 2020, der ebenfalls inmitten bewaffneter Konflikte stattfand. Damals reiste Tedros vierzehnmal in die Region, lernte die Menschen kennen und erhielt den Namen Dr. Paluku – ein Zeichen der Verbundenheit. Der aktuelle Ausbruch wird durch das Ebola-Bundibugyo-Virus verursacht, für das es im Gegensatz zum bekannteren Ebola-Zaire-Virus noch keine zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungen gibt. Tedros betont jedoch, dass frühzeitige unterstützende Behandlung in den Behandlungszentren Leben retten kann. Er appelliert an alle Kriegsparteien, eine Waffenruhe einzulegen, damit Gesundheitshelfer die betroffenen Gemeinden erreichen können. „Kein Grund, kein Konflikt, kein Groll rechtfertigt es, unschuldige Menschen an einer vermeidbaren Krankheit sterben zu lassen“, schreibt er. Gleichzeitig würdigt er den Mut der Gesundheitshelfer und die Widerstandskraft der Bevölkerung von Ituri, die trotz jahrelanger Konflikte und Vertreibung nicht aufgebe. Tedros verspricht, dass die WHO unter der Führung der kongolesischen Regierung mit allen Partnern zusammenarbeite, um den Ausbruch zu stoppen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von WHO News.
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