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tiere Neuseeland · NZ

Neuseeland schützt 800 Quadratkilometer Meer vor Otago

Fünf neue ‘No-Take’-Schutzgebiete sichern Lebensraum für Pinguine, Seelöwen und Delfine – verwaltet mit der Māori-Gemeinschaft.

Wenn Meeresgebiete zu sogenannten ‘No-Take’-Zonen erklärt werden, dürfen dort weder gefischt noch Rohstoffe entnommen werden – Tiere und Lebensräume können sich so ungestört erholen. Genau das passiert jetzt vor der Südinsel Neuseelands: Fünf neue Meeresschutzgebiete rund um die Region Otago treten im kommenden Monat in Kraft und schützen künftig eine Fläche von rund 800 Quadratkilometern.

„Für die Tierwelt Otagos wird das ein entscheidender Wendepunkt sein", sagte Jamie Fowler, verantwortlich für Naturschutzwirkung beim WWF Neuseeland. Die Schutzgebiete sollen einigen der seltensten und am stärksten bedrohten Arten des Landes Rückzugsräume verschaffen – darunter der Gelbaugenpinguin (Māori: hoiho), der Neuseeland-Seelöwe (pakake) und der seltene Hector-Delfin (tutumairekurai). Auch Kelpwälder und andere wichtige Lebensräume werden künftig vor der industriellen Nutzung geschützt.

Das Schutzgebiets-Netzwerk trägt nun den Namen „Te Au Roa o Te Rakihouia", benannt nach dem ersten bekannten Menschen, der die Küste der Südinsel bereiste. Die Verbindung zur örtlichen Māori-Gemeinschaft reicht tiefer als der Name: Neun Ranger der Māori-Gruppe Kāi Tahu werden speziell darin ausgebildet, die Meeresschutzgebiete künftig im Alltag zu betreuen und zu überwachen. Der Kāi-Tahu-Gemeindevorsteher Edward Ellison sagte gegenüber Radio New Zealand, die gemeinsame Verwaltung stelle sicher, dass Entscheidungen über die Küstenregion die traditionellen Praktiken und das lokale Wissen der Māori widerspiegeln.

Ein sechstes geplantes Schutzgebiet wurde vorerst durch eine rechtliche Klage des Verbands der Otago-Felsenhummer-Fischer blockiert; eine endgültige Entscheidung darüber steht noch aus. Trotz seines Rufs als Biodiversitäts- und Ökotourismus-Paradies ist dies Neuseelands erster bedeutender Schritt beim Meeresschutz seit einem Jahrzehnt. Fowler und andere Naturschützer hoffen, dass die neuen Gebiete als Ausgangspunkt für weitere Schutzmaßnahmen dienen können. „Wenn wir es ernst meinen mit der Umkehr des Biodiversitätsverlusts, müssen wir auf diesem Schwung aufbauen", sagte Fowler.

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„Neuseeland schützt vor seiner Südinsel jetzt rund 800 Quadratkilometer Meer – für Pinguine, Seelöwen und Delfine wird dort nicht mehr gefischt."

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