New Yorks gegessene Austern bauen die Hafenriffe wieder auf
Ein gemeinnütziges Projekt sammelt Schalen aus 75 Restaurants und hat schon 19 Hektar Austernriff im Hafen wiederhergestellt.

Drei Millionen Austern isst New York City im Jahr, und keine einzige Schale davon landet im Müll. Eine gemeinnützige Organisation sammelt sie bei 75 teilnehmenden Restaurants ein und bringt sie zurück in den Hafen, dorthin, wo früher gewaltige Austernriffe standen.
Das Billion Oyster Project betreibt dafür eine eigene Brutstation auf Governors Island mitten im Hafen. Dort siedeln sich junge Austernlarven auf den gesammelten Schalen an, bevor die fertigen Riffe an genau den Stellen im Hafenbecken ausgelegt werden, an denen die Tiere einst heimisch waren. Austern sind eine Schlüsselart: Geht es ihnen an einem Ort gut, geht es meist dem gesamten Ökosystem gut, weil sie das Wasser filtern und die Wucht von Wellen abbremsen.
Auch vor der deutschen Nordseeküste sind die einst riesigen Austernbänke im Wattenmeer fast vollständig verschwunden, überfischt und von Krankheit dezimiert. New York macht gerade vor, wie sich so ein Verlust über Jahre wieder umkehren lässt: 19 Hektar Riff sind bislang entstanden, mit rund 200 Millionen Austern darauf, die gemeinsam große Mengen Hafenwasser filtern. Das sind gut 20 Prozent des selbstgesteckten Ziels von einer Milliarde Austern.
'Wenn es den Austern an einem Ort gutgeht, geht es dort meist der gesamten Artenvielfalt gut', sagt Bela Altman, die das Freiwilligenprogramm koordiniert. Aus Küchenabfall ist so über Jahre ein wachsendes Riff geworden, von dem die ganze Bucht profitiert.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„200 Millionen Austern wachsen wieder im New Yorker Hafen"
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