Osttimor besiegt häufigste Erblindungskrankheit der Welt
Die WHO erklärt Osttimor offiziell frei von Trachom, der weltweit häufigsten Ursache für vermeidbare Erblindung.
Trachom ist eine Bindehautentzündung, ausgelöst durch ein Bakterium, das über verschmutzte Finger oder Fliegen von Auge zu Auge wandert. Unbehandelt vernarbt die Hornhaut so stark, dass Menschen erblinden, meist nach Jahren wiederholter Infektionen in der Kindheit. Weltweit ist die Krankheit die häufigste Ursache für vermeidbare Erblindung, am stärksten trifft sie Regionen mit wenig sauberem Wasser und schlechter sanitärer Versorgung.
Am Donnerstag erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass Osttimor die Krankheit als Gesundheitsproblem für die Bevölkerung besiegt hat. Das südostasiatische Land war das letzte in seiner Region, dem das noch nicht gelungen war, seine Nachbarn hatten Trachom bereits zuvor zurückgedrängt.
Möglich wurde das durch eine Mischung aus einfachen Mitteln: sauberere Wasserversorgung und Hygiene, schnellere Diagnosen und ein gezielter Einsatz von Antibiotika, die die Bakterien abtöten, bevor es zu Vernarbungen kommt. Keine neue Technologie, sondern konsequent angewendetes, bekanntes Wissen.
Die Eliminierung von Trachom in der südostasiatischen Region ist ein bedeutender Schritt zu unserem globalen Ziel, Trachom bis 2030 weltweit auszurotten, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Osttimor sei damit ein Beispiel dafür, wie Wissenschaft und ein funktionierendes Gesundheitssystem Menschen vor einer vermeidbaren Erblindung schützen.
Für die Menschen in Osttimor heißt das: Kinder, die heute mit dem Bakterium in Kontakt kommen, werden nicht mehr automatisch als Erwachsene ihr Augenlicht verlieren. Das Land reiht sich damit in eine wachsende Liste von Ländern ein, die eine einst weitverbreitete Krankheit vollständig zurückgedrängt haben.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Die letzte Erblindungskrankheit Südostasiens ist in Osttimor besiegt"
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