Rettungsmission für NASA-Teleskop Swift gestartet
Ein unbemanntes Raumfahrzeug soll den alternden Satelliten in eine höhere Umlaufbahn bringen und so seine Lebensdauer verlängern.

Das Neil Gehrels Swift Observatory, ein NASA-Satellit zur Erforschung von Gammastrahlenausbrüchen, drohte zu verglühen. Seit seinem Start im Jahr 2004 hat Swift wertvolle Daten über kosmische Explosionen geliefert, doch seine Umlaufbahn sank durch den Luftwiderstand der Hochatmosphäre rapide. Ohne Eingriff wäre der Satellit bis Ende 2026 abgestürzt.
Die NASA hat daher eine Rettungsmission gestartet: Ein kleines, unbemanntes Raumfahrzeug namens LINK soll Swift mit Greifarmen packen und auf eine höhere Umlaufbahn bringen. Die Mission kostet 30 Millionen US-Dollar und wird von Katalyst Space Technologies durchgeführt. Der Start ist für den 27. Juni 2026 geplant, und die Anhebung soll Swift auf etwa 600 Kilometer Höhe bringen – genug, um den Luftwiderstand zu überwinden.
Sollte die Mission gelingen, wäre dies ein Proof of Concept für die Rettung anderer Satelliten. Besonders das Hubble-Weltraumteleskop, das seit 1990 im Einsatz ist und ebenfalls absinkt, könnte profitieren. Hubble ist jedoch größer und teurer im Betrieb, sodass eine Rettung deutlich aufwendiger wäre. Dennoch sehen Experten in der Swift-Mission einen wichtigen Schritt, um wertvolle wissenschaftliche Instrumente länger nutzbar zu machen.
Die Rettung von Swift ist nicht nur technisch ambitioniert, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll: Der Satellit liefert weiterhin einzigartige Daten zu Gammablitzen und Schwarzen Löchern. Sollte die Mission scheitern, wäre Swift verloren – doch die NASA und ihre Partner setzen auf einen Erfolg, der die Raumfahrt nachhaltig verändern könnte.
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