Samsung einigt sich mit Gewerkschaft: 48.000 Mitarbeiter am KI-Boom beteiligt
Nach Streikdrohung: Halbleitersparte koppelt Boni an Gewinne – bis zu 312.000 Dollar pro Jahr möglich

Samsung, der südkoreanische Technologieriese mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar, hat einen historischen Tarifabschluss erzielt. Nachdem die Gewerkschaft im Mai mit einem Streik gedroht hatte, einigten sich beide Seiten auf ein neues Bonussystem für die Halbleitersparte. Rund 48.000 Mitarbeiter erhalten künftig 10,5 Prozent des operativen Gewinns ihrer Division – und das ohne die bisherige Obergrenze von 50 Prozent des Jahresgehalts.
Der Hintergrund: Samsungs Halbleitersparte erwirtschaftete im ersten Quartal 94 Prozent des gesamten operativen Gewinns – umgerechnet 35,8 Milliarden Dollar. Allein für dieses Quartal würde der Bonus pro Mitarbeiter bei etwa 78.000 Dollar liegen, hochgerechnet auf das Jahr bei 312.000 Dollar. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Jahresgehalt in Südkorea liegt bei rund 42.000 Dollar. Der Deal zeigt, wie sehr der KI-Boom die Chip-Industrie verändert.
Samsung ist nicht nur das größte Unternehmen des Landes mit einem Anteil von 16 Prozent am südkoreanischen BIP, sondern auch der weltweit führende Halbleiterhersteller. Der Streik hätte die globale Chip-Produktion empfindlich stören können – so weit, dass sich sogar der südkoreanische Premierminister Kim Min-seok einschaltete. „Jede Unterbrechung der Halbleiterproduktion von Samsung würde weit über die Verluste eines einzelnen Konzerns hinausgehen und tiefe Narben in der gesamten Volkswirtschaft hinterlassen“, warnte er.
Die Einigung kommt acht Monate, nachdem der zweitgrößte Chip-Produzent SK Hynix seine Bonuszahlungen verbessert hatte. „Die Halbleiterindustrie befindet sich in einem Krieg um globale Talente“, hatte die Samsung-Gewerkschaft erklärt. „SK Hynix hat seine Vergütungsstruktur bereits angepasst, während ausländische Unternehmen unsere Ingenieure mit außergewöhnlichen Angeboten locken.“ Mit dem neuen Modell will Samsung nicht nur die Produktion sichern, sondern auch im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen.
Das Unternehmen selbst zeigte sich versöhnlich: „Die Einigung kam später als erwartet“, hieß es in einer Stellungnahme. „Wir werden daran arbeiten, eine reifere und konstruktivere Arbeitsbeziehung aufzubauen, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt.“ Der Aktienkurs von Samsung stieg nach Bekanntgabe des Deals um sieben Prozent.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Samsung macht Ernst: 48.000 Mitarbeiter bekommen jetzt einen Bonus von bis zu 312.000 Dollar – direkt aus den KI-Gewinnen!"
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