Seltener Roter Stummelaffe erholt sich in Nigeria
In einem von der Dorfgemeinschaft geschützten Wald hat sich der Bestand des seltenen Roten Stummelaffen verdoppelt.
Zehntausend Tiere waren es schätzungsweise, als Wissenschaftler den Roten Stummelaffen 1993 zum ersten Mal offiziell beschrieben. Die Menschen im Nigerdelta kennen ihn seit viel länger, sie nennen ihn epieni. Zwanzig Jahre später waren es nur noch ein paar hundert Tiere, die Art zählt heute zu den 25 am stärksten bedrohten Primaten weltweit, so die Weltnaturschutzunion IUCN.
Die nigerianische Umweltschützerin Rachel Ikemeh arbeitet seit Jahren mit den Dorfgemeinschaften der Region zusammen. 2021 half sie dabei, im Ort Apoi ein 1.010 Hektar großes Waldstück unter den Schutz der Gemeinschaft zu stellen, verwaltet von den Menschen, die dort leben, nicht von einer staatlichen Behörde. Damals lebten in dem Wald etwa 180 bis 200 der seltenen Affen.
Bis 2024 hat sich der Bestand in diesem Schutzwald verdoppelt, berichtete Ikemeh gegenüber Mongabay. Mittlerweile hat ihr Team ähnliche Schutzgebiete in den Nachbarorten Garnaut und Kokoloama aufgebaut. Für ihre Arbeit wurde Ikemeh jetzt mit dem Rolex-Preis für besondere Leistungen ausgezeichnet, einer der bekanntesten Auszeichnungen für Naturschutz weltweit.
Das fühlt sich weniger wie eine persönliche Ehrung an, mehr wie eine Bestätigung für das Gemeinschaftsmodell selbst, sagte Ikemeh. Die Dörfer, die früher fürchteten, der Wald werde ihnen von der Regierung weggenommen, sehen im epieni heute etwas, worauf sie stolz sind.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„180 seltene Affen wurden in drei Jahren doppelt so viele"
Magst du solche Geschichten?
Hol dir jeden Morgen eine — kuratiert, belegt, werbefrei. Kein Doomscrolling.
Weiteres aus tiere
Asiatische Wildesel kehren nach 65 Jahren in die Ostmongolei zurück
Durch das Entfernen von Zäunen entlang der Transmongolischen Eisenbahn wird die Wiederbesiedlung ermöglicht.
KI für die Baumkronen: TropiCam-AI erfasst bedrohte Arten
Neues Modell schließt Lücke bei der Überwachung von baumbewohnenden Tieren in tropischen Wäldern
Thunfischbestände erholen sich weltweit
Quoten und Kontrollen lassen Atlantischen Blauflossen-Thunfisch zurückkehren