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SETI sucht Alien-Technik an interstellarem Objekt

Keine Signale gefunden, aber die Suche zeigt: Wir sind bereit für den Ernstfall.

Beat: Innovation & Wirtschaft · Peer-Review

Ein mysteriöser Besucher aus den Tiefen des Alls hat Astronomen auf den Plan gerufen: 3I/ATLAS, der dritte bekannte Himmelskörper, der von außerhalb unseres Sonnensystems stammt. Solche interstellaren Objekte sind wie kosmische Botschafter – sie tragen Material aus fernen Sternsystemen in sich und verraten uns etwas über die Entstehung von Planeten anderswo. Doch sie könnten auch mehr sein: nämlich künstliche Sonden oder Trümmer einer außerirdischen Zivilisation.

Das SETI-Institut, das seit Jahrzehnten nach Zeichen intelligenten Lebens im All sucht, nutzte die Gelegenheit. Mit dem Allen Telescope Array in Kalifornien, einem Netzwerk von Radioschüsseln, durchkämmten die Forscher das Objekt nach schmalbandigen Funksignalen – also nach Technologie, die in der Natur nicht vorkommt. Über sieben Stunden lang lauschten sie in einem Frequenzbereich von 1 bis 9 Gigahertz, einem Bereich, in dem irdische Radiosender und Satelliten funken.

Die Herausforderung: Von den fast 74 Millionen aufgefangenen Signalen stammten die allermeisten von Menschen gemachter Technik auf der Erde oder in Satelliten. Nach aufwendiger Filterung blieben rund 200 Kandidaten übrig – doch auch sie entpuppten sich als irdische Störungen. Kein Piepsen, kein Morsen, kein Beweis für außerirdische Intelligenz. Das Ergebnis: 3I/ATLAS ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Komet oder Asteroid, kein Raumschiff.

Dennoch ist die Mission ein Erfolg. „Die Ergebnisse zeigen, wie realistisch es ist, mit heutiger Technik ein Signal zu entdecken“, sagt Co-Autorin Valeria Garcia Lopez. Die schnelle Reaktionszeit – weniger als 24 Stunden nach der Entdeckung des Objekts – beweist, dass das Teleskopnetzwerk für den Ernstfall gerüstet ist. Sollte eines Tages ein wirklich ungewöhnliches Objekt auftauchen, können die Astronomen sofort loslegen.

Die Suche hatte noch einen Nebeneffekt: Sie lieferte neue Grenzwerte dafür, wie stark ein möglicher Sender auf 3I/ATLAS hätte sein müssen, um entdeckt zu werden. Die Forscher schließen nun Sender mit einer Leistung von mehr als 10 bis 110 Watt aus – vergleichbar mit einer Haushaltsglühbirne. Das bedeutet: Wenn dort jemand funkt, dann sehr leise oder auf einer anderen Frequenz.

Für die Wissenschaft ist jeder interstellare Besucher ein Geschenk. „Irgendwann werden unsere eigenen Raumsonden wie Voyager zu außerirdischen Artefakten in anderen Sternsystemen“, erklärt Hauptautorin Dr. Sofia Sheikh. „Deshalb ist es wichtig, die natürliche Verteilung solcher Objekte zu verstehen – damit wir eines Tages eine Anomalie erkennen können, die wirklich künstlich ist.“ Bis dahin bleibt 3I/ATLAS ein stummer Zeuge aus fernen Welten – und ein Testfall für die Jagd nach den großen Fragen des Universums.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, ein Asteroid aus einem anderen Sonnensystem fliegt vorbei – und wir checken, ob da Aliens drinstecken. Genau das ist passiert."

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