UN hilft Indonesien beim Aufbau einer sicheren Energiezukunft
Mit Solaranlagen, Effizienzsteigerungen und Finanzierungshilfen soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sinken.

Energiesicherheit ist für viele Länder zu einem drängenden Problem geworden – steigende Preise, Lieferengpässe und die Folgen des Klimawandels machen verwundbar. In Indonesien hat sich ein breites Bündnis von UN-Organisationen zusammen mit der Regierung daran gemacht, das Energiesystem widerstandsfähiger und nachhaltiger zu gestalten.
Ein zentraler Hebel ist die Modernisierung des Stromnetzes. Das UNOPS (United Nations Office for Project Services) arbeitet mit dem staatlichen Stromkonzern PLN zusammen, um mehr als zwei Gigawatt Solarenergie-Potenzial zu identifizieren, das ans Netz angeschlossen werden kann. Ein neues Kontrollzentrum soll die Stabilität verbessern und Ausfälle reduzieren – und die Abhängigkeit von Kohle und Gas verringern.
Parallel dazu wird der Energieverbrauch effizienter gestaltet. UNOPS hat Energieaudits und politische Reformen unterstützt, die Haushalten, Unternehmen und der Industrie helfen, Strom zu sparen. Das senkt die Nachfrage und macht die Versorgung stabiler und günstiger.
Besonders wichtig ist die Industrie, einer der größten Energieverbraucher des Landes. Die UN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO) hilft energieintensiven Betrieben, ihren Verbrauch zu senken. In der Düngemittelbranche haben Unternehmen durch ressourcenschonende Maßnahmen bereits 328.000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden und gleichzeitig Betriebskosten gespart. UNIDO unterstützt zudem das Ministerium bei der Entwicklung von Öko-Industrieparks, die auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Abwasserrecycling setzen.
Damit die ehrgeizigen Ziele – fast 43 Gigawatt zusätzliche erneuerbare Kapazität bis 2034 – erreicht werden können, sind Investitionen von bis zu 188 Milliarden Dollar nötig. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) arbeitet daher an innovativen Finanzierungsmodellen, die öffentliches und privates Kapital kombinieren.
Doch die Energiewende ist nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Aufgabe. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) bereitet Regionen auf die Veränderungen vor, schafft neue Arbeitsplätze und qualifiziert Beschäftigte um, damit niemand zurückgelassen wird.
In Küstengemeinden, die unter steigenden Treibstoffkosten leiden, hat UNDP bereits 2.400 Fischer mit Solarmotoren, umweltfreundlichen Kühlboxen und besseren Kühlsystemen ausgestattet. Das senkt Kosten und macht die Einkommen unabhängiger von Ölpreisschwankungen.
In 22 abgelegenen Dörfern wurden Solar-Kleinnetze mit einer Gesamtleistung von 1,1 Megawatt installiert. Sie versorgen 3.400 Haushalte und öffentliche Einrichtungen zuverlässig mit Strom, senken die Energiekosten um bis zu 40 Prozent und vermeiden 1.800 Tonnen CO₂ pro Jahr. Fast die Hälfte der lokalen Betreiber sind Frauen.
Auch Frauen als Unternehmerinnen werden gezielt gefördert: UN Women und das Umweltprogramm der UN (UNEP) haben über 400 Unternehmerinnen den Zugang zu grünen Finanzierungen und klimafreundlichen Technologien wie Solartrocknern oder Biogasanlagen ermöglicht.
„Von der Netzmodernisierung bis zur industriellen Effizienz, von der Finanzierung bis zu gemeinschaftlichen Solaranlagen – die UN unterstützt die bahnbrechende Arbeit der Regierung zur Stärkung der Energiesicherheit“, sagt Gita Sabharwal, UN-Resident Coordinator in Indonesien. „Diese Initiativen verringern die Abhängigkeit von volatilen globalen Energiemärkten, erhöhen die Versorgungssicherheit und stellen sicher, dass Gemeinden – von großen Industriezentren bis zu abgelegenen Dörfern – zu einer widerstandsfähigen Zukunft beitragen.“
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„UN hilft Indonesien, mit Solar-Kleinnetzen und effizienteren Industrien unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden – und das kommt direkt den Menschen zugute."
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