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wissenschaft Vereinigte Staaten · US

US-Forschungsobservatorien im Atlantik gerettet

Nach Protesten und überparteilicher Unterstützung wird das Ocean Observatories Initiative weitergeführt.

Beat: Klima & Energie · Fachquelle
23. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Grist

Das Ocean Observatories Initiative (OOI) ist ein Netzwerk von wissenschaftlichen Instrumenten, die im Atlantik vor der Küste Nordamerikas und Grönlands Daten sammeln – etwa zu Strömungen, Temperatur und Sauerstoffgehalt. Diese Daten helfen Forschern, das Klima und die Ozeandynamik besser zu verstehen. Vor wenigen Wochen kündigte die US-Regierung an, die Geräte abzubauen und das Programm zu beenden. Doch nach massivem Widerstand – angeführt von Senator Jeff Merkley (Demokrat) und Senatorin Lisa Murkowski (Republikanerin) – stoppte die National Science Foundation den Abbau. Ein überparteilicher Beschluss des Senats sicherte die Finanzierung vorerst. „Es war höchste Dummheit, das System zu demontieren“, sagte Merkley. Das OOI läuft nun mindestens zehn Jahre weiter.

Doch andere wichtige Ozeanforschungsprogramme sind weiter in Gefahr. Das Argo-Programm etwa besteht aus tausenden schwimmenden Bojen, die weltweit Temperatur, Salzgehalt und andere Daten messen. Die USA finanzieren die Hälfte dieser Bojen, doch die Mittel sind knapp. Ohne neue Finanzierung könnten die Bojen nicht rechtzeitig ersetzt werden, warnt Lynne Talley vom Scripps Institution of Oceanography. „Wir stehen vor der Möglichkeit, dass das Netzwerk ausfällt“, sagt sie. Auch das OSNAP-Programm, das die atlantische Umwälzbewegung (AMOC) erforscht – ein Strömungssystem, das das Klima in Europa und Nordamerika beeinflusst –, hat nur noch Finanzierung bis nächstes Jahr. Ein Antrag auf Verlängerung liegt seit über einem Jahr beim National Science Foundation, ohne Antwort.

Die Rettung des OOI zeigt, dass überparteilicher Widerstand gegen Kürzungen in der Klimaforschung möglich ist. Doch die Unsicherheit für andere Programme bleibt. „Die Zerstörung dieser Fähigkeiten kann schnell gehen“, sagt Ozeanografin Jaime Palter. „Der Wiederaufbau wäre die Arbeit einer Generation.“

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„Die US-Regierung wollte Ozean-Sensoren abbauen – jetzt wurden sie gerettet. Aber andere wichtige Forschungsprogramme hängen am seidenen Faden."

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