Vietnams Anti-Wilderer-Einheit entfernt tausende Fallen
Seit 2018 hat die Einheit über 1.000 Wilderer festgenommen und zehntausende Schlingen beseitigt.

In Vietnam hat der wachsende Wohlstand der Mittelschicht die Nachfrage nach exotischen Haustieren, Fleisch und Tierprodukten für Luxusgüter und traditionelle Medizin steigen lassen. Das Land ist ein Drehkreuz für den illegalen Wildtierhandel, der die reiche Artenvielfalt bedroht. Wilder legen wahllos Fallen aus, die nicht nur Zielarten, sondern auch viele andere Tiere töten. Um dem entgegenzuwirken, hat die Organisation Save Vietnam's Wildlife (SVW) gemeinsam mit dem Pu-Mat-Nationalpark an der Grenze zu Laos eine spezielle Anti-Wilderer-Einheit (APU) aufgebaut. Seit 2018 rekrutiert, schult und stattet die Einheit Ranger aus, die systematisch gegen Wilderei vorgehen. Bisher hat die APU Zehntausende von Schlingen entfernt, Wilderlager zerstört, Schusswaffen beschlagnahmt und über 1.000 mutmaßliche Wilderer festgenommen. Die Einheit setzt moderne Technologien ein: Die Software SMART (Spatial Monitoring and Reporting Tool) sammelt Daten über Wildereiaktivitäten, während ferngesteuerte „PoacherCams“ Hotspots identifizieren. So können Patrouillen gezielt dorthin geschickt werden, wo die Gefahr am größten ist. Parallel dazu arbeiten die Ranger mit den umliegenden Gemeinden zusammen, um die Nachfrage nach illegalen Wildtierprodukten zu senken und alternative Einkommensquellen zu schaffen. Dieser ganzheitliche Ansatz zeigt, dass der Kampf gegen Wilderei nicht nur mit Kontrollen, sondern auch mit Aufklärung gewonnen werden kann.
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„Eine Anti-Wilderer-Einheit in Vietnam hat über 1.000 Wilderer geschnappt und zehntausende Fallen entfernt – mit Datenanalyse und Kameras."
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