Westafrikanische Leoparden erholen sich in Benin
Dichte der Leoparden im Pendjari-Nationalpark stieg in sechs Jahren – Erfolg für Artenschutz
Westafrikanische Leoparden sind eine geografisch getrennte Population der afrikanischen Leoparden (Panthera pardus pardus). Sie gelten seit 2025 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als regional stark gefährdet – ihre Zahl ist in den letzten 20 Jahren um 50 Prozent gesunken. Schätzungen zufolge leben nur noch etwa 354 Tiere in ganz Westafrika. Die Gründe sind vielfältig: Die schnell wachsende Bevölkerung zerstört und zerschneidet ihren Lebensraum, die Jagd auf Buschfleisch raubt ihnen die Beute, und Wilderer töten sie für ihr geflecktes Fell, ihre Zähne, Knochen und andere Körperteile, die im illegalen Tierhandel gehandelt werden.
Doch eine aktuelle Studie, veröffentlicht im Fachjournal Global Ecology and Conservation, bringt gute Nachrichten. Im Pendjari-Nationalpark in Benin – einem der letzten Rückzugsgebiete dieser Leoparden – ist die Dichte der Tiere über einen Zeitraum von sechs Jahren gestiegen. Der Park liegt in einem großen Wildnisgebiet, das sich in einer Region mit bewaffneten Konflikten befindet. Die Überwachung der Leoparden war daher lange schwierig. Seit 2017 wird der Park von der Non-Profit-Organisation African Parks in Partnerschaft mit der beninischen Regierung verwaltet. Diese Schutzbemühungen scheinen zu wirken.
„Es ist ein Erfolg“, sagt die Hauptautorin der Studie, die Biologin Marine Drouilly von der globalen Wildkatzen-Schutzorganisation Panthera. Neben Pendjari gibt es noch weitere wichtige Rückzugsorte für die Leoparden, darunter die Niokolo-Koba-Badiar-Landschaft in Senegal, die Nationalparks Taï und Comoé in der Elfenbeinküste sowie der Mole-Nationalpark in Ghana. Der Erfolg in Pendjari zeigt, dass selbst unter schwierigen Bedingungen – in einem Konfliktgebiet mit begrenzten Ressourcen – gezielte Schutzmaßnahmen eine Trendwende einleiten können. Die Studie liefert damit nicht nur Hoffnung für die Westafrikanischen Leoparden, sondern auch ein Modell für den Artenschutz in anderen Krisenregionen.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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