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Neuer Impfstoff soll Bauchspeicheldrüsenkrebs früh stoppen

Bei 18 von 20 Hochrisiko-Patienten löste der Impfstoff eine starke Immunantwort gegen die Krebs-Vorstufe aus.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den Krebsarten mit der niedrigsten Überlebensrate überhaupt – meist, weil er erst entdeckt wird, wenn er sich schon ausgebreitet hat. Ein Team der Johns Hopkins Universität in den USA verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Es will die Krankheit verhindern, bevor sie überhaupt entsteht.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht ein Gen namens KRAS, ein Erbgutbaustein, der bei den meisten Bauchspeicheldrüsenkrebsen und ihren Vorstufen verändert, also mutiert, ist. Die Forschenden entwickelten einen Wirkstoff, der wie ein Impfstoff funktioniert: Er soll das Immunsystem darauf trainieren, Zellen mit dieser gefährlichen Mutation zu erkennen und zu zerstören, bevor aus ihnen Krebs wird.

In einer ersten klinischen Studie, veröffentlicht am 16. Juli im Fachjournal Cancer Discovery, erhielten 20 Menschen mit einem erblich hohen Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs den Wirkstoff – vier Dosen über 13 Wochen hinweg, zwischen April 2022 und Februar 2026. Bei 18 der 20 Teilnehmenden, also 90 Prozent, stellten die Forschenden im Blut eine deutlich verstärkte Immunreaktion gegen die KRAS-Mutation fest, im Schnitt eine 18-fache Zunahme der zuständigen Immunzellen.

„Das ist erst der Anfang, aber die Ergebnisse zeigen, dass das Immunsystem tatsächlich aktiviert wird“, sagt Elizabeth Jaffee, stellvertretende Direktorin des Kimmel Cancer Center und Mitautorin der Studie. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtung von 16,5 Monaten hatte keiner der Teilnehmenden Bauchspeicheldrüsenkrebs oder eine behandlungsbedürftige Vorstufe entwickelt. Die Nebenwirkungen blieben mild bis moderat – vor allem Reaktionen an der Einstichstelle, Müdigkeit und grippeähnliche Beschwerden, die von selbst wieder abklangen.

Die Forschenden betonen selbst, dass die Studie in erster Linie die Sicherheit und die Immunreaktion prüfen sollte, nicht die tatsächliche Schutzwirkung vor Krebs – dafür ist die Teilnehmerzahl von 20 Menschen zu klein und die Beobachtungszeit zu kurz. Ermutigend ist aber ein früherer Test desselben Ansatzes: Patientinnen und Patienten, die nach einer Krebsoperation ein hohes Rückfallrisiko hatten und stark auf den Wirkstoff reagierten, blieben laut einer 2026 in Nature Communications veröffentlichten Studie mindestens fünf Jahre lang krebsfrei. Für eine der tödlichsten Krebsarten überhaupt ist das ein vorsichtiger, aber realer Hoffnungsschimmer.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Ein Impfstoff aktivierte bei 18 von 20 Hochrisiko-Patienten das Immunsystem gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs-Vorstufen - erste Ergebnisse sind ermutigend."

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