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gesundheit Weltweit · UN

Welthunger sinkt erstmals seit Corona unter 8 Prozent

Der Anteil unterernährter Menschen weltweit ist zum dritten Jahr in Folge gefallen – vor allem dank Fortschritten in Asien.

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Zum dritten Mal in Folge ist der Anteil unterernährter Menschen an der Weltbevölkerung gesunken – und liegt damit erstmals seit den coronabedingten Wirtschaftseinbrüchen und Lieferkettenproblemen wieder unter 8 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Bericht „Zustand der Ernährungssicherheit und Ernährung in der Welt 2026" der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hervor.

Konkret gelten aktuell 7,8 Prozent der Weltbevölkerung als unterernährt. Getragen wird der Rückgang vor allem von einer fünf Jahre andauernden Verbesserung in Asien, dazu kommen kleinere Rückgänge in der Karibik und Lateinamerika sowie ein leichter Rückgang in Ozeanien. Besonders deutlich fällt die Entwicklung in Südost- und Zentralasien aus: Dort sank die Unterernährung seit 2010 von 11,6 auf 5,1 Prozent beziehungsweise von 7,7 auf 2,8 Prozent – Zentralasien liegt damit inzwischen auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie viele Industrieländer.

Afrika bleibt dagegen der Kontinent mit der höchsten Unterernährung weltweit, in manchen Regionen liegt die Quote weiterhin über 20 Prozent. Der mit Abstand stärkste Treiber von Hunger ist laut FAO nicht fehlende Nahrung an sich, sondern bewaffneter Konflikt: Die am stärksten betroffenen Regionen liegen fast ausnahmslos in West- sowie Zentral- und Ostafrika, wo Kriege Ernten, Handel und Versorgung unterbrechen.

Der Vergleich über einen längeren Zeitraum zeigt das Ausmaß der Verbesserung: 1970 waren in den Regionen außerhalb Europas und Nordamerikas noch knapp 35 Prozent der Menschen unterernährt. Der heutige Wert von 7,8 Prozent ist damit der niedrigste jemals für die Menschheit gemessene Stand.

Die FAO geht davon aus, dass der Anteil bis zum Ende des Jahrzehnts um weitere rund 20 Prozent zurückgehen wird. Das Ziel, Hunger vollständig zu beenden, wird damit zwar verfehlt – dennoch wäre es der niedrigste je verzeichnete Wert. Dass ausgerechnet die überwiegend ländlich geprägte Region Zentralasien einen so starken Rückgang geschafft hat, werten Beobachter als Hinweis darauf, dass ähnliche Fortschritte auch anderswo möglich wären – sobald Kriege enden.

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„Der Welthunger ist gerade auf den niedrigsten je gemessenen Stand gefallen – zum dritten Jahr in Folge sinkt die Zahl weiter."

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