Weltweiter Hunger sinkt drittes Jahr in Folge
Laut UN-Bericht hungern weltweit 14 Millionen Menschen weniger als im Vorjahr – in Afrika steigt die Zahl aber weiter.
Wie viele Menschen weltweit nicht genug zu essen haben, ist einer der zentralen Indikatoren dafür, wie es der Menschheit insgesamt geht. Die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, kurz FAO, veröffentlicht dazu jährlich einen Bericht zur Ernährungssicherheit – und der aktuelle zeigt einen Trend, der seit drei Jahren anhält: Der Hunger auf der Welt geht zurück.
Der Anteil der unterernährten Menschen sank von 8,6 Prozent im Jahr 2022 auf 7,8 Prozent im Jahr 2025. Das bedeutet: 2025 hatten 14 Millionen Menschen weniger nicht genug zu essen als noch 2024, und 43 Millionen weniger als 2022. Besonders deutlich ist der Fortschritt in Asien, wo nur noch rund 6 Prozent der Menschen betroffen sind, und in Lateinamerika und der Karibik mit knapp 5 Prozent.
Afrika bleibt dagegen die Region mit der größten Herausforderung. Dort lag die Hungerquote 2025 bei 20 Prozent – stabil im Vergleich zum Vorjahr, aber weil die Bevölkerung wächst, stieg die absolute Zahl der Betroffenen auf einen Rekordwert von 309 Millionen Menschen. Damit überholte Afrika erstmals Asien als Region mit den meisten hungernden Menschen, wie David Laborde, Direktor der Abteilung für Agrarökonomie bei der FAO, erklärte.
Als Gründe nennt Laborde deutliche Kürzungen bei der Entwicklungshilfe, bewaffnete Konflikte und Klimaschäden, die in den vergangenen zehn Jahren die Nahrungsmittelproduktion auf dem Kontinent erschwert haben. Unregelmäßige Regenfälle und steigende Temperaturen setzen der Landwirtschaft in vielen afrikanischen Ländern zusätzlich zu.
Trotz dieser Herausforderung in Afrika bestätigt der globale Trend: Die Zahl der Menschen ohne ausreichend Nahrung sinkt seit drei Jahren in Folge, angetrieben vor allem durch Fortschritte in Asien und Lateinamerika. Die FAO rechnet damit, dass bis 2030 weltweit zwischen 510 und 520 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen sein werden – mehr als die Hälfte davon in Afrika. Der Bericht macht damit deutlich: Der globale Kampf gegen den Hunger wirkt, doch er ist ungleich verteilt – und in Afrika braucht es gezielt mehr Anstrengung, damit der weltweite Fortschritt auch dort ankommt.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Weltweit hungern jetzt 14 Millionen Menschen weniger als noch vor einem Jahr – das dritte Jahr in Folge mit Fortschritt."
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