Weniger Abgase in London lassen Kinderlungen schneller wachsen
In Londons Umweltzone sank der Anteil der Kinder mit eingeschränkter Lunge von 14 auf 9 Prozent.

3.400 Kinder, vier Jahre, ein Messgerät, das misst, wie viel Luft jemand in einer Sekunde ausatmen kann. Am Ende zeigt sich: Sauberere Luft lässt Lungen schneller wachsen.
Forscherinnen der Queen Mary University verglichen Kinder zwischen sechs und neun Jahren aus Londons Innenstadt mit Gleichaltrigen aus dem Vorort Luton. Als die Messungen begannen, war die Luft in Luton sauberer, und dort wuchsen die Lungen der Kinder zunächst schneller. Dann kam 2019 Londons Umweltzone: Fahrzeuge mit hohen Stickoxid-Werten durften nicht mehr in die Innenstadt, die Abgaswerte sanken schneller als im Vorort.
Vier Jahre später hatten die Londoner Kinder aufgeholt. Ihre Lungen nahmen pro Jahr 233 statt zuvor 223 Milliliter mehr Luft auf, ein kleiner, aber messbarer Sprung. Deutlicher noch: Der Anteil der Kinder mit eingeschränkter Lungenfunktion sank von 14 auf 9 Prozent. Solche Einschränkungen erhöhen später das Risiko für Asthma und andere Atemwegsprobleme.
London reiht sich damit in eine wachsende Liste von Städten ein, deren Luft messbar sauberer wird, darunter auch Berlin und Paris. Für ein Kind, das heute in Londons Innenstadt aufwächst, sind das bessere Startbedingungen für ein Leben lang gesunde Lungen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Anteil Londoner Kinder mit schwacher Lunge sank von 14 auf 9 Prozent"
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