Costa Rica: Aus altem Weideland wurde wieder Regenwald
Wenn Weideland wieder zu Wald werden soll, reicht es nicht, nur den Menschen fernzuhalten: Samen müssen über Jahre von Wind, Vögeln, Fledermäusen und Tieren herangetragen werden, und junge Bäume brauchen Schutz vor Feuer, das auf altem Ranchland durch eingeschleppte Gräser besonders leicht ausbricht. In Nordwest-Costa-Rica haben der Ökologe Daniel Janzen, inzwischen 87, seine Frau und wissenschaftliche Partnerin Winnie Hallwachs sowie die von beiden gegründete Naturschutzorganisation Guanacaste Dry Forest Conservation Fund über mehr als 50 Jahre genau das geschafft: Aus früherem Rinderland wurde wieder Wald. Möglich wurde das nur durch ein ganzes Netzwerk aus Wissenschaft, staatlichen Vereinbarungen, Schulprogrammen und lokal ausgebildeten Fachkräften, die über Generationen hinweg dafür sorgten, dass die Fläche nicht wieder abbrannte, ausgebeutet oder aufgegeben wurde. Janzen hat sich inzwischen aus der Feldarbeit und der Lehre zurückgezogen, bleibt der Organisation aber als Chefwissenschaftler erhalten - sein Lebenswerk zeigt, dass verlorene Wälder zurückkehren können, wenn genug Menschen lange genug dranbleiben.
Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft · Illustration · Wirkung 62