Bis zu 45 % des Demenz-Risikos lassen sich selbst senken
Demenz ist ein Sammelbegriff für Krankheiten, die Gedächtnis und Denkvermögen zerstören — weltweit leben über 57 Millionen Menschen damit, jedes Jahr kommen fast 10 Millionen neue Diagnosen dazu. Die Weltgesundheitsorganisation hat jetzt neue Leitlinien vorgelegt, nach denen sich bis zu 45 Prozent des Erkrankungsrisikos auf Faktoren zurückführen lassen, die man ändern kann: Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel, soziale Isolation, Luftverschmutzung, hoher Blutdruck und Diabetes. Das ist strukturell bedeutsam, weil es Demenz vom unabwendbaren Schicksal zu einer teilweise vermeidbaren Krankheit macht — und Ländern konkrete Maßnahmen an die Hand gibt. Weil es bis heute keine Heilung gibt, ist Vorbeugung derzeit der wirksamste Hebel, den Gesellschaften überhaupt haben.
Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft · Illustration · Wirkung 82